Deutscher Gewerkschaftsbund

01.02.2019

Pressefrühstück der DGB Gewerkschaften in Trier

DGB Trier

Die DGB Gewerkschaften der Region Trier luden zum Pressefrühstück um mit Vertreterinnen und Vertretern der Presse über die Herausforderungen, Aktionen und Veranstaltungen des Gewerkschaftsjahres 2019 zu sprechen.

"Ein Schwerpunkt dieses Jahr sind die Kommunal- und Europawahlen.", so James Marsh. "Wir haben den Parteien unsere Fragebögen zur Kommunalwahl geschickt und sind sehr gespannt, wie sie sich zu den Forderungen der Gewerkschaften positionieren." Mit Vorfreude blickt Marsh auf die 1. Mai Kundgebung in Trier: „Dieses Jahr organisieren wir zum ersten Mal einen Demozug im Vorfeld der Kundgebung und hoffen auf zahlreiche Teilnahme."

Christian Z. Schmitz (IG Metall) wies auf die steigende Zahl von IG Metall Mitgliedern in der Region hin: „Die Mitgliederzahl ist von rund 5.400 Mitgliedern 2012 auf heute 6.300 Mitglieder gestiegen." Auch wenn man zurzeit noch mit der Durchsetzung der Zeitansprüche aus der Letzten Tarifrunde beschäftigt sei, blicke man schon auf die Tarifrunde 2020 in der die Digitalisierung höchstwahrscheinlich eine große Rolle spielen wird.

Peter Kretz (GdP) mahnte an, dass die Landesregierung noch weit davon entfernt sei die versprochenen 9.160 Polizeibeamten bis 2021 einzustellen. Angesichts der steigenden Anforderungen hält die GdP d 10.000 Polizeibeamte für gerechtfertigt.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) wartet hingegen noch immer auf einen neuen Referentenentwurf zum Kita-Gesetz. Am 15. Januar hatte die GEW mehr als 30 000 Unterschriften dem Ministerium übergeben, die eine bessere Personalausstattung in den Kitas einklagen. „Das wäre im Sinne der Kinder und Eltern und auch der Kollegen und Kolleginnen“, so Sina Fabian.

Thorsten Servatius von Verdi prangerte die noch immer schlechte Bezahlung und katastrophalen Arbeitsbedingungen in der Pflegebranche an.

Der NGG-Geschäftsführer Klaus Schuh fordert für die Beschäftigten der Region Trier ein Recht auf Weiterbildung um den neuen Anforderungen in der Ernährungsindustrie gerecht zu werden. Ebenso kämpfe man um eine Tarifbindung im Gastgewerbe.

Tom Meyer (OGBL Sektion Grenzgänger) wies auf die anstehenden Sozialwahlen in Luxemburg hin: „Viele der rund 44.000 Grenzgänger wissen nicht, dass sie eine entscheidende Rolle bei den Sozialwahlen spielen. Es geht nicht nur um die Rentenansprüche, sondern auch um die Beteiligung in der Tarifpolitik.", so Meyer.

 


Nach oben