Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 11.02.2014 - 11.02.2014

Sozialhilfe für Pflegebedürftige steigt stark in Trier – deshalb Pflegeversicherung stärken!

Der DGB in Stadt und Region Trier fordern, endlich die demenziell erkrankten Menschen in die Leistungen der Pflegeversicherung einzubeziehen.

Wie wichtig eine Reform der Pflegeversicherung für die Stadt Trier ist, darauf wies Detlef Schieben, Vorsitzender des DGB-Stadtverbandes Trier, hin: „Immer mehr pflegebedürftige Menschen in Trier sind auf Sozialhilfe angewiesen. Die Ausgaben der Stadt für die Hilfen zur Pflege sind vom Jahr 2005 bis zum Jahre 2011 um 30 % auf 9,2 Mio. Euro gestiegen. Auch die finanziellen Belastungen für die Pflegebedürftigen und ihre Familien haben zugenommen.“

Grund dafür sei, dass die Leistungen der Pflegeversicherung jahrelang nicht an die Inflation angepasst wurden, so der Trierer DGB. Mit dem Bericht des Expertenbeirats, an dem auch der DGB mitgearbeitet hat, gebe es eine gute Grundlage für eine Pflegereform in der dieser Legislaturperiode und keine Ausflüchte mehr für die Politik. „Menschen mit Demenzerkrankungen müssen endlich anständige Leistungen aus der Pflegeversicherung erhalten und die Beträge müssen regelmäßig an die Preissteigerung angepasst werden. Das ist auch Voraussetzung dafür, dass die Pflegekräfte anständig bezahlt werden können. Angesichts des drohenden Fachkräftemangels ist das gerade auch in der Region Trier von riesiger Bedeutung. Eine starke Pflegeversicherung entlastet die Kommunen und die Angehörigen“, so Marcus Heintel, Gewerkschaftssekretär des DGB Region Trier.

Da die Kosten für die Pflegereform auf ca. 7 Mrd. Euro geschätzt werden fordert der DGB, die Pflegeversicherung zu einer Bürgerversicherung weiterzuentwickeln. Alle Beschäftigten sollten in dasselbe System einzahlen, und alle Einkommensarten sollten bis zur Beitragsbemessungsgrenze gleich behandelt werden.


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