Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 1.04.2019 - 01.04.2019

DGB fordert mehr sozialen Wohnungsbau - bezahlbar ist die halbe Miete!

Für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist bezahlbarer Wohnraum heute Mangelware. Gerade in den Ballungszentren führt das immer öfter zu längeren Pendelzeiten. Deshalb setzt sich der DGB für eine andere Wohnungspolitik und für mehr sozialen Wohnungsbau ein. Unter dem Motto „Bezahlbar ist die halbe Miete“ weist er seit dem 25. März bundesweit und im Rahmen des DGB-Zukunftsdialogs mit mehr als 200 Aktionen und Veranstaltungen auf den Handlungsbedarf hin. Auch der DGB-Region Trier beteiligte sich.

DGB-Regionsgeschäftsführer James Marsh sagte dazu: "Hier in der Region Trier sind die Mieten seit 2014 massiv gestiegen. Während 2014 für einen Quadratmeter in Schweich noch 7,05 Euro zu zahlen waren, musste Ende 2018 bereits 8,33 Euro gezahlt werden, das sind mehr als 18 Prozent Mietpreissteigerung. In Traben-Trarbach sind die Mietpreise im gleichen Zeitraum sogar um fast 24 Prozent gestiegen. In Irrel, Waldrach und Daun sind die Mietpreissteigerungen sogar noch höher.

Für uns Gewerkschaften ist klar, gegen den knappen Wohnraum und steigende Preise hilft nur eins: mehr sozialer Wohnungsbau, kommunale Wohnungsgesellschaft gründen bzw. stärken und deren Gewinne reinvestieren.“


 

Zum Fototermin in Traben-Trarbach erschien auch der Bürgermeister von Traben-Trarbach, Patrice-Christian-Roger Langer (2.v.r.) DGB Trier

Bei den genannten Zahlen handelt es sich um von Empirica Systeme erfasste, sogenannte Angebotsmieten (Median), also jene Preise, zu denen Wohnungen auf dem Markt angeboten werden. Sie bilden die Dynamik auf dem Wohnungsmarkt besser und zeitnaher ab als die sogenannten Bestandsmieten. Empirica wertet für ihre Datenbanken mehr als 100 verschiedene Quellen aus.

 

Weitere Informationen:

 

Das fordert der DGB für bezahlbaren Wohnraum

Wie die Bundesländer das Mietrecht nur lückenhaft umsetzen

 

Beim DGB-Zukunftsdialog spricht der DGB in den kommenden Jahren vor Ort und online mit den Menschen in Deutschland über die Themen, die ihnen unter den Nägeln brennen – vom angespannten Wohnungsmarkt über neue Arbeitszeitmodelle bis hin zu Verkehrskonzepten für die Zukunft. Der DGB fragt, was die Menschen in Deutschland bewegt. Wie stellen sie sich gute Arbeit und ein gutes Leben vor? Die Aktionswoche vom 25. bis 29. März ist der bundesweite öffentliche Auftakt zum Zukunftsdialog. In den kommenden Jahren folgen in ganz Deutschland hunderte weitere Veranstaltungen. Online läuft die Debatte zum Zukunftsdialog unter www.redenwirueber.de

 


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