Deutscher Gewerkschaftsbund

11.12.2015
Unser Zusammenhalt gegen ihren Hass

TRIER STELLT SICH QUER - GEGEN JEDE RASSISTISCHE HETZE

Kundgebung am Samstag dem 19.12.2015, 11 Uhr, Trier Hauptbahnhof

Buntes Trier

Erneut möchten rassistische Menschenfeinde ihre widerliche Ideologie auf die Straßen unserer Stadt tragen. Diesmal sind es die Rechtsradikalen der Partei "Die Republikaner", die unter dem Motto „Weiße Weihnacht – gegen die Islamisierung Deutschlands“ durch Trier ziehen wollen.

Das werden wir so nicht hinnehmen! Egal ob es die Nazis der NPD sind oder ihre Geschwister im Geiste von anderen Parteien: Es ist notwendig und wichtig ein für allemal klarzumachen, dass jede Form faschistischer, rassistischer Hetze bei uns keinen Platz findet. Lasst uns also wieder deutlich zeigen: „Trier stellt sich quer!“ Denn wir finden: Diese Stadt sollte allen gehören. Und wer daran etwas ändern will, wird unseren Widerstand zu spüren bekommen.

Wir kämpfen gegen alle Ideologien, die die Gleichwertigkeit von Menschen in Frage stellen! Statt Sündenböcke zu suchen und die Schwächsten in der Gesellschaft gegeneinander zu hetzen, setzen wir auf grenzenlose Solidarität.

Die Propaganda der REPs und anderer Rechter richtet sich derzeit vor allem gegen Menschen auf der Flucht, aber auch explizit gegen Muslim*innen. Beides geht Hand in Hand. Besonders abstoßend ist der Versuch die Anschläge von Paris für ihre Propaganda zu missbrauchen. Sie versuchen die Gewalt der Terrororganisation IS genau denen in die Schuhe zu schieben, die zu Tausenden davor fliehen müssen.

Die Hassprediger*innen von Rechts und die religiösen Fundamentalist*innen spielen dabei einander in die Karten. Denn wenn hierzulande der Rassismus anwächst, Muslim*innen immer weiter ausgegrenzt anstatt aufgenommen werden, steigt ihre Anfälligkeit für die Propaganda der Islamist*innen. Wenn solche Anschläge verübt werden ist das wieder Wasser auf den Mühlen der Rechten.

Beide Ideologien vereint dabei die bis zum Massenmord reichende Unfähigkeit zur Akzeptanz kultureller Unterschiede und zu einer friedlichen, gemeinsamen Koexistenz. Die fundamentalistischen Islamist*innen und die Rassist*innen, die nun versuchen die Attentate in Paris zu instrumentalisieren, wollen im Kern dasselbe: eine harte Aufspaltung unserer Gesellschaft entlang kultureller Grenzen. Beide Ideologien sind nicht nur wahnsinnig dumm, sondern auch gefährlich und führen zu Hass und Terror.

Lasst uns die Pogrome von morgen verhindern, bevor sie passieren. Es muss endlich ein mächtiger Aufschrei all derer her, die keinen Kulturkampf wollen, keinen Rassismus und keinen Rechtsruck. Jetzt mehr denn je!

Kommt am Samstag dem 19.12.2015 um 11 Uhr zum Trierer Hauptbahnhof und zeigt klare Kante gegen den rechtsradikalen Aufmarsch der REPs.

Kein Fußbreit den Rassist*innen und Faschist*innen, egal unter welchen Fahnen sie laufen.

Lasst uns gemeinsam erneut unüberhörbar Position beziehen für eine knallbunte, weltoffene Gesellschaft, Solidarität und Gleichberechtigung.

Seid kraftvoll, kreativ, laut und wunderbar.


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