Deutscher Gewerkschaftsbund

07.08.2013

DGB-Plakatausstellung „Handlungsfähiger Staat“ in der Trierer Tuchfabrik eröffnet

Mit Gästen aus Politik und Gesellschaft hat der DGB Region Trier eine Plakatausstellung zum Thema „Handlungsfähiger Staat“ eröffnet. Hauptredner bei der Vernissage in der „Tuchfabrik“ war Eugen Roth, stellvertretender Bezirksvorsitzender des DGB West. Die Ausstellung ist noch bis zum 25. August 2013 zu sehen.

Es war schwülwarm im Ausstellungssaal der Tufa Trier, als DGB-Regionsgeschäftsführer Christian Z. Schmitz die Gäste begrüßte. Dementsprechend kamen die kühlen Getränke gut an, die ebenso erfrischend wirkten wie die 37 Exponate von Studierenden des Fachbereichs Grafik und Design der FH Mainz. Der DGB Rheinland-Pfalz hatte zum dritten Mal mit der Hochschule ein Plakatprojekt auf die Beine gestellt, dessen Ergebnisse im Rahmen einer Wanderausstellung durchs Land touren.

Begrüßung durch DGB-Regionsgeschäftsführer Christian Z. Schmitz

Begrüßung durch DGB-Regionsgeschäftsführer Christian Z. Schmitz DGB Region Trier, Marcus Heintel

Schmitz unterstrich bei seiner Begrüßung die Bedeutung des Themas für die Gewerkschaften: „Wir wollen einen Politikwechsel, ganz egal, welche Parteien nach der Bundestagswahl miteinander regieren. Aber wir fordern von der neuen Regierung, dass sie Schluss macht mit den Streichorgien, die zu Lasten der Bürgerinnen und Bürger gehen, weil notwendige Investitionen ausbleiben und damit heute und morgen die staatliche Handlungsfähigkeit gefährden!“

Oberbürgermeister Klaus Jensen dankte dem DGB dafür, dass er das Thema „Handlungsfähiger Staat“ so beherzt und nachhaltig aufgegriffen habe. „Wir Kommunen und die Gewerkschaften sitzen da in einem Boot“, betonte Jensen und zeigte am Beispiel der Stadt Trier, wie sehr die Handlungsfähigkeit schon jetzt eingeschränkt sei. Selbst wenn alle freiwilligen Leistungen gestrichen und das Rathaus geschlossen würden, stiege die Verschuldung Triers immer weiter. Deshalb habe der DGB Recht mit der Forderung nach verbesserten staatlichen Einnahmen.

Prominenter Redner zur Vernissage war Eugen Roth, stellvertretender Bezirksvorsitzender des DGB West und Mitglied des Saarländischen Landtages. Er betonte die Kernforderungen des DGB zur Bundestagswahl: Gute Arbeit, sichere Rente, soziales Europa und aktiver Staat. Letztgenannter Punkt sei gerade vom DGB-Bezirk West forciert und dadurch als bundespolitische Forderung an die Parteien aufgenommen worden. Und das aus gutem Grund: Bis zum Jahr 2015 werde der Investitionsstau in der kommunalen Infrastruktur in Deutschland über 102 Milliarden Euro betragen. Das ist das sechsfache, was in den vergangenen Jahren in diesem Bereich investiert wurde. „Mit der Schuldenbremse heißt das konkret: Der Investitionsstau wird sich noch verschärfen und somit in der Zukunft zu einem massiven Problem für die nachfolgenden Generationen!“, warnte Roth.

Gewerkschaftssekretär Marcus Heintel führte die Gäste anschließend durch die Ausstellung, erläuterte die einzelnen Exponate und gab Informationen zu den Künstlern. Erst zum Schluss lösten er und Geschäftsführer Christian Schmitz auf, wen die Jury des DGB Rheinland-Pfalz mit den ersten drei Preisen honorierte. Viele der Vernissage-Gäste hatten dabei einen „guten Riecher“ bewiesen und lagen oft mit ihren Tipps sehr nahe am Endergebnis.

Die DGB-Plakatausstellung „Handlungsfähiger Staat“ kann noch bis zum 25.08.2013 zu den folgenden Öffnungszeiten der Tufa besucht werden:

06.-18. August 2013: Dienstag-Freitag 13.00-16.30 Uhr;

18.-25. August 2013: Dienstag, Mittwoch und Freitag 14.00-17.00 Uhr, Donnerstag 17.00-20.00 Uhr, Samstag-Sonntag 11.00-15.00 Uhr.

Ein Grillbesteck als Dankeschön für den Saarländer Eugen Roth

Ein Grillbesteck als Dankeschön für den Saarländer Eugen Roth DGB Region Trier


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