Deutscher Gewerkschaftsbund

15.03.2018

DGB Region Trier Frühjahrsempfgang 2018

DGB Trier

Nachdem am Morgen des 4. März das Abstimmungsergebnis der Mitgliederbefragung der SPD zum Koalitionsvertrag verkündet wurde, war der Koalitionsvertrag Hauptthema auf dem Frühjahrsempfang der DGB Region Trier. Auch unter den gut 100 Gästen wurden die verschiedenen Aspekte des Koalitionsvertrages diskutiert. Der DGB Regionsgeschäftsführer, James Marsh, eröffnete die Veranstaltung indem er anmahnte, dass das vereinbarte Rentenniveau auch weiterhin zu Altersarmut führen wird. Die Rückkehr zur Parität in der Krankenversicherung und die Erhöhung des Kindergeldes seien gute Verhandlungsergebnisse. Mit Blick auf die bevorstehenden Betriebsratswahlen forderte Marsh Betriebsräte und Initiatoren von Betriebsratswahlen besser zu schützen. „Noch immer werden Betriebsräte eingeschüchtert und Betriebsratswahlen mit unlauteren Mitteln verhindert, dies muss endlich ein Ende haben. Hier benötigen wir Verbesserungen in Betriebsverfassungsgesetz.“, so Marsh.

In seinem Grußwort überraschte der Landrat Günther Schartz mit den Worten:“ Ich halte die Forderungen nach sechs Prozent mehr Lohn im öffentlichen Dienst für nachvollziehbar und gerechtfertigt.“ Aber er wies auch darauf hin, dass nach der langen Zeit der Verhandlungen nun endlich die Zeit gekommen sei zu regieren und den Koalitionsvertrag umzusetzen.

Die Hauptrednerin Sabrina Kunz, stellvertretende Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), mahnte die schlechte Besoldung der Kolleginnen und Kollegen in Rheinland-Pfalz an: „Wenn in der zweiten Jahreshälfte in Berlin neue Tarife gelten, sind wir in Rheinland-Pfalz das Land mit der niedrigsten Besoldung in Deutschland.“ Kunz forderte, dass der Staat mehr in die innere Sicherheit investieren müsse, denn die subjektiv gefühlte Angst der Menschen triebe viele Bürger politisch an den Rechten oder linken Rand.

Die komplette Rede von Sabrina Kunz stellen wir hier als Download zur Verfügung.

 


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